Eine feste Grenze setzen, wie oft am Tag der Posteingang geprüft wird

Landschaftsillustration

Der Posteingang lässt sich beinahe jederzeit öffnen, und genau darin liegt die Versuchung, es auch ständig zu tun. Jede kurze Unterbrechung kostet jedoch mehr Zeit, als das eigentliche Nachsehen dauert, weil die Konzentration danach erst wieder aufgebaut werden muss.

Lege stattdessen eine feste Anzahl an Momenten fest, zu denen der Posteingang geöffnet wird, etwa morgens, nach der Mittagspause und kurz vor Feierabend. Zwischen diesen festen Zeiten bleibt der Posteingang geschlossen, sodass die restliche Arbeit ungestört weiterlaufen kann.

Die restliche Zeit bewusst schützen

Wird die Versuchung zwischendurch trotzdem stark, hilft es, sich kurz daran zu erinnern, dass die nächste feste Zeit ohnehin bald kommt. Fast alle Nachrichten können bis dahin warten, ohne dass dadurch ein wirklicher Nachteil entsteht.

Nach einer Weile wird diese feste Ordnung zur Gewohnheit, und der Drang, ständig nachzusehen, lässt spürbar nach. Die Aufmerksamkeit bleibt länger bei der eigentlichen Aufgabe, weil sie nicht mehr ständig durch kurze Blicke unterbrochen wird.

Zu Beginn kann es helfen, die festen Zeiten fest im Kalender einzutragen, bis die neue Ordnung sich von selbst trägt. Später reicht meist ein einfaches inneres Gefühl dafür, wann der nächste passende Moment gekommen ist.

Wer zu Beginn Schwierigkeiten hat, die neue Regel einzuhalten, kann das Postfach-Symbol zwischen den festen Zeiten sogar vorübergehend vom Startbildschirm entfernen, sodass ein zufälliger Blick gar nicht erst möglich ist. Auch ein kurzer Hinweis an nahestehende Kolleginnen und Kollegen, dass Nachrichten nur zu bestimmten Zeiten bearbeitet werden, nimmt oft den Druck, sofort reagieren zu müssen. Nach einigen Tagen wird deutlich, dass tatsächlich kaum etwas verloren geht, wenn eine Nachricht erst eine oder zwei Stunden später gelesen wird.