Sich morgens umziehen, auch wenn man von zu Hause arbeitet

Landschaftsillustration

Wer von zu Hause arbeitet, könnte theoretisch den ganzen Tag in der Kleidung verbringen, in der auch geschlafen wurde. Genau das lässt jedoch häufig den Übergang zwischen Schlaf und Arbeit verschwimmen, sodass der Tag ohne klaren Anfang beginnt und sich entsprechend unstrukturiert anfühlt.

Sich morgens umzuziehen, auch wenn niemand außer einem selbst es sieht, schafft einen klaren, spürbaren Übergang. Der Wechsel der Kleidung sendet dem eigenen Kopf ein deutliches Signal, dass der Arbeitstag nun beginnt, ähnlich wie es der Weg aus dem Haus bei einer anderen Arbeitsstelle tun würde.

Kleidung muss nicht förmlich sein

Die neue Kleidung muss dabei keineswegs förmlich wirken. Bequeme, aber bewusst gewählte Kleidung reicht völlig aus, solange sie sich spürbar von der Schlafkleidung unterscheidet und den Wechsel in den Arbeitsmodus tatsächlich markiert.

Am Ende des Arbeitstages kann ein erneuter Wechsel der Kleidung ebenfalls helfen, den Feierabend deutlich einzuleiten. Dieser doppelte Übergang, morgens und abends, gibt dem Tag eine klare Struktur, die von zu Hause aus sonst leicht verloren geht.

Mit der Zeit wird dieser kleine Schritt zu einer festen Gewohnheit, die kaum noch bewusstes Nachdenken erfordert. Der Griff zur passenden Kleidung wird ebenso selbstverständlich wie das Aufklappen des Rechners am Arbeitsplatz.

Manche Menschen legen sich die Arbeitskleidung sogar bewusst am Vorabend bereit, ähnlich wie es viele vor einem Arbeitsweg außer Haus tun würden. Dieses kleine Ritual verkürzt den Übergang am Morgen und macht deutlich, dass ein neuer Tag mit eigenen Regeln beginnt, unabhängig davon, ob der Arbeitsplatz nur wenige Schritte entfernt liegt. Wer diesen Wechsel konsequent durchhält, berichtet häufig, dass sich auch das eigene Auftreten in Videogesprächen und die allgemeine Wachheit über den Tag hinweg spürbar verbessern.